Der Freiburger Tourismus ist wieder auf dem Vormarsch
Die Aktion zur Wiederbelebung des Tourismus neigt sich dem Ende zu. Eine erste Bilanz mit Pierre-Alain Morard, Direktor des Freiburger Tourismusverbandes.

Am 21. März hat die Freiburger Tourismusbranche eine auf den Schweizer Markt ausgerichtete Werbekampagne mit dem Titel "Gemeinsam - natürlich echt" gestartet. Eine kantonale Premiere, die Hotellerie, Gastronomie, Skilifte, Museen, öffentliche Verkehrsmittel und lokale Produkte zusammenbrachte. In den sozialen Netzwerken wurde die Kampagne von mehreren Botschaftern unterstützt. Die Comedians Blaise Bersinger und Stéphanie Berger sowie drei Spieler von Fribourg Gottéron haben in den Werbeclips mitgewirkt.
Drei Monate später haben fast 30'000 Menschen an dem von den Tourismuspartnern angebotenen Wettbewerb teilgenommen. Der Preis: 150 Aufenthalte im Wert von je 550 Franken. Das Ziel dieser Promotion: Näher an die Anzahl der Hotelübernachtungen heranzukommen, die im Frühling 2019 verzeichnet wurden.
Im Rahmen dieser Aktion wurde auch eine Gästekarte für den öffentlichen Nahverkehr in Freiburg für Gäste in Hotels und ähnlichen Herbergen angeboten. Bis heute wurden von den geplanten 70'000 Karten 17'000 über QR-Codes verteilt.
Gestern endete die Kampagne mit einem ermutigenden Ergebnis: Die Buchungen in der Freiburger Hotellerie ziehen an. So wurden im April mehr als 28'000 Übernachtungen gezählt, im Vergleich zu 35'700 im gleichen Zeitraum 2019. Zum Vergleich: Im April 2020, dem Beginn der Pandemie, wurden gerade einmal 5'000 Übernachtungen gezählt.
Situation in den Städten schwierig
"Der See- und Sense-Bezirk haben besonders gut abgeschnitten", erklärt Pierre-Alain Morard. "Wenn wir zusammenarbeiten, sind die Resultate da. Ich bin sicher, dass wir auch im Sommer und im Herbst gute Zahlen haben werden. Eine Ausnahme sind die Städte Freiburg und Bulle, in denen Gruppen- und Geschäftstourismus eingebrochen sind. Dort ist die Situation schwieriger.“ Tatsache ist, dass die Restaurants, die erst am 19. April wieder teilweise geöffnet wurden, und die Städte stärker unter der Krise gelitten haben.
Zu Beginn der Sommersaison herrscht eine gewisse Unsicherheit. Werden die Schweizer den Urlaub im Ausland bevorzugen? Wenn nach mehr als einem Jahr Restriktionen der Wunsch groß ist, in die Ferien zu fahren, sollte der Kanton Freiburg nicht außer Acht gelassen werden. "Ein Teil der Kundschaft hat bereits Campingplätze gebucht, und auch Chalets und Appartements sind gefragt. Für die Hotellerie ist der Trend schwieriger einzuschätzen, da es sicherlich viele Last-Minute-Buchungen geben wird." Das Wetter könnte in dieser Hinsicht entscheidend sein.
Während man die Ergebnisse des Sommers abwartet, wird die groß angelegte Aktion des Freiburger Tourismusverbandes zumindest neue Synergien geschaffen haben. "Eine Partnerschaft im März zu enthüllen, war riskant, aber mutig", freut sich Pierre-Alain Morard. "Wir wollen diese z.B. für Veranstaltungen dauerhaft nutzen. Unser Ziel ist es, eine wichtige Tourismusregion für nationale Kunden zu bleiben, die mehr als 60 % unseres Marktes ausmachen." Der Freiburger Tourismus und das Lokalgewerbe wurden im Rahmen des kantonalen Konjunkturpakets mit insgesamt 600'000 Franken unterstützt.




