News für unsere Region.

Widerstand gegen geplantes Windenergieprojekt

Die Groupe E treibt ein Projekt mit vier Windparks im Kanton Freiburg voran. Dagegen stemmt sich der Verband Paysage Libre Fribourg.

Die Standorte Gibloux-Massiv, Côte du Glâney, Collines de la Sonnaz und Monts de Vuisternens sind gesetzt für die Windparks. Schwyberg, Surpierre-Cheiry und Autour de l’Esserta liegt ein Zwischenergebnis vor. © Staat Freiburg

Die vier Windparks des Kantons Freiburg erfahren Widerstand vonseiten des Verbands Paysage Libre Fribourg. Eines der Windenergieprojekte soll auf dem Hügel von La Sonnaz bei Courtepin aufgebaut werden.

„Laut, nicht schön und ungesund“

Die Freiburger Liberal-Radikale Grossrätin Antoinette de Weck ist Vize-Präsidentin des oben genannten Verbands. Gemäss De Weck wären Windräder laut, sähen in der Landschaft nicht gut aus und seien für Menschen ungesund. Die FDP-Politikerin nennt zusätzliche Gründe gegen das Vorhaben der Groupe E: „Die Schweiz ist nicht ein typisches Wind-Land, wir arbeiten hier vor allem mit Wasserkraft. Zudem gibt es einen Überfluss an hydraulischen Kräften, jedoch kaum nutzbaren Wind“. Dieser verhalte sich zu chaotisch und wäre nicht genügend stark, um potenzielle Windenergie zu erzeugen, so De Weck.

Fahrplan sei zu schnell

Bei Paysage Libre Fribourg sorgte eine Einladung Ende April von Groupe E Greenwatt an die betroffenen Gemeindenräte für Diskussionen. Dort stand, dass jede Standortgemeinde ein Mitglied in eine Arbeitsgruppe schicken solle, um bei diesen Treffen das weitere Vorgehen zu besprechen. Für Antoinette de Weck gehe dies zu schnell – damit würden ein paar Schritte übergangen: „Die Gemeinderäte sollten zuerst mit ihrer Bevölkerung reden und eine Abstimmung organisieren. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger brauchen die Möglichkeit, um ihre Meinung kundzutun. Falls das Projekt bei den Menschen ankommt, gibt es für die Gemeinderäte grünes Licht, um gemeinsam mit Groupe E dieses Projekt weiterzuentwickeln. Zuvor sage ich aber Nein dazu.“

Wichtig für die Energiegewinnung

Bereits im vergangenen Oktober betonte Staatsrat und Windpark-Befürworter Olivier Curty, jede Gemeinde würde einem demokratischen Prozess unterzogen. Die Bevölkerung stimme darüber ab, ob sie mit dem Vorgehen einverstanden wäre. Curty betonte, Windparks wären ideal und wichtig für die Energiegewinnung in der Schweiz: „Wir besitzen in unserem Land natürlich sehr grosse Wasserkraftanlagen, was sehr gut ist. Dazu gesellt sich die Solarenergie, die auch gefördert wird. Hier existiert das Problem, dass Solarenergie vor allem nachts, im Frühling, Herbst und Winter nicht optimal genutzt werden kann. Es wäre perfekt, wenn zusätzlich zu diesen beiden anderen Hauptstandbeinen von erneuerbaren Energiequellen noch eine dritte Komponente hinzukäme.“

Konsultativabstimmungen

Die beiden Gemeinden Vuisternens-devant-Romont und Courtepin kündigten bereits an, zu den geplanten Windparks eine Konsultativabstimmung durchzuführen.

RadioFr. - Tracy Maeder / nschn
...