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"Wir wollen kein Fass ohne Boden"

Die Gegner der Kapitalerhöhung für die Bluefactory haben sich zu Wort gemeldet. Bevor es mehr Geld gibt, müsse das Zentrum liefern.

Wie weiter mit der Bluefactory? © RadioFr.

Am 13. Juni wird darüber abgestimmt, ob der Kanton Freiburg das Kapital der Aktiengesellschaft der Bluefactory um 25 Millionen Franken erhöht – zusätzlich zu den 25 Millionen Franken, welche die Stadt Freiburg als zweite Aktionärin beitragen würde. Der Grosse Rat hat sich im Februar für die Kapitalerhöhung ausgesprochen. Das Hauptargument: Die Investition sei wichtig für die Standortentwicklung und neue Arbeitsplätze. Eine Gruppe von Grossrätinnen und Grossräten hat gegen die zusätzliche Finanzhilfe allerdings das Referendum ergriffen.

Versprechen seien nicht gehalten worden

"Man hat einmal versprochen, dass die Bluefactory selbsttragend ist", sagt Nicolas Bürgisser (FDP), Grossrat und Mitglied des Nein-Komitees. Im Gegensatz zu Innovationsparks in Deutschland, die marktfähige Produkte entwickeln, habe die Bluefactory bisher nicht überzeugt. Für Bürgisser ist klar: "Wir wollen kein Fass ohne Boden, in das wir einfach investieren." Ein Nein sieht er als Chance für die Bluefactory, sich neu aufzustellen.

Dieses Argument hält Gerhard Andrey (Grüne), Freiburger Nationalrat und Befürworter der Kapitalerhöhung, für problematisch. "Wenn der Kanton und die Stadt nicht einspringen, stellt sich die Frage, woher das Geld sonst kommt." Dieses wichtige Terrain privat zu "verhökern" wäre ein grosser Fehler, zeigt sich Andrey überzeugt. Das sieht auch der Staatsrat so. Er verweist darauf, dass der Wert der Bluefactory mit der Zeit steige.

RadioFr. - Valentin Brügger / pef
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