Isabelle Chassot wird Ständerätin

Die ehemalige Freiburger Staatsrätin holt sich den Ständeratssitz der SP.

Bei der Ersatzwahl um den Ständeratssitz des Kantons Freiburg konnte sich Isabelle Chassot (die Mitte) gegen Carl-Alex Ridoré (SP) durchsetzen.

Die Mitte-Politikerin erreicht knapp 63 Prozent der Stimmen. Damit wird die Freiburger Standesstimme wieder ungeteilt bürgerlich - und rein weiblich. Neben Chassot vertritt Joanna Gapany (FDP) den Kanton Freiburg in der kleinen Kammer.

Chassot galt vielen schon vor dem Wahlgang als Favoritin, da sie der Bevölkerung noch als Staatsrätin in Erinnerung war. Ridoré hatte sich vor allem in der Region Freiburg als Oberamtmann des Saanebezirks einen Namen gemacht.

"Seit Wochen habe ich gesagt, es wird eine enge Wahl", sagt Isabelle Chassot. Das Resultat spreche aber eine andere Sprache. "Ich möchte den Freiburgerinnen und Freiburgern für das Vertrauen danken, das sie mir entgegengebracht haben." Der Wahlkampf mit Carl-Alex Ridoré sei respektvoll gewesen und habe ermöglicht, über verschiedene Projekte zu debattieren.

Carl-Alex Ridoré hat hingegen mit dem Resultat gerechnet. "Frau Chassot ist sehr bekannt." Umso wichtiger sei es, sich bei den Staatsratswahlen im November und den Ständeratswahlen in zwei Jahren für eine ausgeglichene Vertretung einzusetzen.

Gleicher Meinung ist SP-Grossrat Elias Moussa. "Carl-Alex Ridoré hat im linken Lager aus dem Vollen geschöpft." Mit der bürgerlichen Mehrheit im Kanton reiche das aber nicht aus. "Jetzt müssen wir eine Feinanalyse machen und uns auf 2023 konzentrieren."

Weitere Informationen zu den kantonalen und kommunalen Abstimmungen und Wahlen findet ihr in unserem Ticker.

SDA / RadioFr. - Redaktion / rb