Immer noch kein Konsens zwischen Lungenliga und Versicherern

Die Lungenliga betreut Betroffene bei der Sauerstofftherapie. Im April 2022 hat sich aber bei der Kostenübernahme durch die Krankenkassen einiges geändert.

Die Lungenliga Freiburg hat sich entschieden, ihre Sauerstoffpatientinnen und -patienten weiterhin zu betreuen. © Lungenliga Schweiz

Vor einem halben Jahr wurden die Tarife im Bereich der Sauerstofftherapie gesenkt. Das heisst, dass die Krankenkassen die Kosten nicht wie bisher übernehmen. Die Dachorganisation Lungenliga Schweiz verhandelt mit den Versicherern. Bisher wurde kein Konsens gefunden.

Lungenligen auf sich gestellt

Die kantonalen Lungenligen müssen nun abwägen, ob sie die Kosten in der Zwischenzeit tragen können und wollen. Die Lungenliga Freiburg hat sich entschieden, ihre Sauerstoffpatientinnen und -patienten weiterhin zu betreuen. Sie machen also Behandlungen, ohne dafür eine Rückerstattung durch die Krankenkassen zu erhalten.

Das sei aber nicht selbstverständlich, wie Sophie Binz, stellvertretende Geschäftsleiterin der Lungenliga Freiburg, auf Anfrage erzählt hat: "Es gibt kantonale Lungenligen, dieaufgehört haben, ihre Sauerstoffpatientinnen zu  behandeln, weil sie damit nichts verdienen."

Sauerstoffpatient:innen fürchten Strommangellage

In diesem Winter haben viele Menschen, die auf eine Sauerstofftherapie angewiesen sind, noch eine andere Sorge: die drohende Stromknappheit. Der Sauerstoff-Konzentrator läuft nämlich mit Strom.

Die Lungenliga versucht, die Betroffenen zu beruhigen und auf nationaler Ebene eine Lösung zu finden.

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