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"Jetzt wagst du's einfach mal"

Nicole Schafer reist als selbständige Fotografin und Filmerin rund um die Welt. Ihre Bilder sind etwa bei National Geographic zu sehen.

Nicole Schafer ist leidenschaftliche Fotografin und Filmerin. © RadioFr.

Ihre Lehre schloss Nicole Schafer noch als Hochbauzeichnerin in Zumholz ab und ergänzte diese danach mit einer Weiterbildung Innenarchitektur in Murten. Durch ihren Vater, der viel fotografierte, war sie bereits früh mit der Fotografie in Kontakt und knipste selbst immer öfter Fotos. So oft, dass sie ihren Job zunächst auf 60 Prozent reduzierte. "Und irgendwann sagte ich mir: Jetzt wagst du’s einfach mal, traust dich - und habe den Job gekündigt“, so Schafer. Seit 2015 ist sie als Fotografin unterwegs und seit rund fünf Jahren filmt sie.

Auch die Natur ist ein wichtiger Punkt in ihrem Leben. Unter anderem war sie mit Schlittenhunden unterwegs oder absolvierte eine Outdoorausbildung zur Bushcraft Survival-Instruktorin. In diesem Kurs lernte man, in der Natur zu überleben. "Blöd gesagt waren wir zwei Wochen im Wald und wohnten und lebten dort", sagt Schafer mit einem Lachen. "Ich bin einfach mega gerne in der Natur unterwegs. Und das lässt sich gut mit dem Job verbinden."

Rund um die Welt

So kam sie auch zu ihren Engagements bei Unternehmen wie National Geographic, Redbull oder SRF. Bei National Geographic war es aber kein Auftrag. "Ich wohnte mit meinen Schlittenhunden in Kanada.“ Dort schoss sie viele Fotos, die sie bei National Geographic einsendete - und die prompt abgedruckt wurden. Es ist für sie eher ein Prestige-Ding. "Ich bin einfach 'hölle' stolz darauf", sagt Schafer selbstbewusst. Eines ihrer Ziele sei aber tatsächlich, irgendwann bei einem Dokumentarfilm von National Geographic mitzuhelfen.

Ich bin einfach 'hölle’ stolz darauf.

Nicole Schafer

Auch die jetzigen Jobs treiben die Senslerin um die Welt. "Wir waren gerade in Indonesien", sagt Schafer. Dort waren sie, um einen Dokumentarfilm zu drehen. Zwar habe nicht alles ganz so geklappt wie gedacht - unter anderem mit dem Visum -, aber das gehöre zum Job.

Bei dieser Menge an geschossenen Fotos stellt sich zum Schluss die Frage: Wie sieht es mit ihren persönlichen Fotoalben aus? "Da bin ich wohl im 2008 stecken geblieben“, sagt Schafer ertappt und lacht. Sie habe zwischendurch zwar schon mal das eine oder andere Album erstellt, aber es könnten durchaus mehr sein. Denn: "Ich finde es viel schöner, wenn man durchblättern kann, als alles nur am PC zu betrachten."

Das komplette 1 zu 1 mit Nicole Schafer zum Nachhören:

RadioFr. - Philippe Wiederkehr / rb
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