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Lehrer ohne Diplom sind keine Option

Die Omikron-Variante führt zu Personalengpässen - auch an Freiburger Schulen. Noch ist die Lage aber einigermassen unter Kontrolle.

Aushilfslehrerinnen werden im Kanton Freiburg oft von den Ausbildungszentren rekrutiert. (Symbolbild) © KEYSTONE

"Es ist schwierig, für gewisse Schulstufen und Fächer rasch einen Ersatz zu finden. Das habe ich von den Schuldirektionen gehört", sagt Andreas Maag gegenüber RadioFr. Er ist Vorsteher des Amts für deutschsprachigen obligatorischen Unterricht im Kanton Freiburg. "Die Situation ist aber noch nicht katastrophal", relativiert er. Von tausend Lehrpersonen seien momentan 42 in Isolation und 13 in Quarantäne.

Wenn eine Lehrkraft ausfällt, suche man zuerst eine Stellvertretung an der eigenen Schule. Falls das nicht klappt, wende man sich an zwei Ausbildungszentren im Kanton, erklärt Maag: die Pädagogische Hochschule und das Ausbildungszentrum ZELF.

Zur Not Fernunterricht

Falls sich keine Stellvertretung finden lässt, unterrichtet die Lehrperson die Klasse von zu Hause aus. "Das ist aber immer eine schlechtere Lösung als Präsenzunterricht. Wenn möglich, halten wir diesen im Schulhaus aufrecht", sagt Andreas Maag.

Andere Kantone lassen in der Not auch Lehrerinnen ohne Diplom unterrichten. Das ist für Maag keine Option: "Wildfremde Leute zu rekrutieren und zu instruieren wird schwierig. Es ist schon so kompliziert, sich in einer Schule zurechtzufinden", erklärt er. Daher habe man diese Lösung für Freiburg bisher nicht in Erwägung gezogen.

RadioFr. - Ivan Zgraggen / Iris Wippich
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