Magere Honigernte
So wenig wie dieses Jahr haben die Bienen noch nie produziert. Der Freiburger Honig dürfte bereits bis Weihnachten ausverkauft sein.

Vor einem Jahr stellten die Bienen einen Rekord auf: Rund 30 Kilogramm des flüssigen Goldes stellten sie pro Volk her, wie der Dachverband der Schweizer Bienenzüchtervereine mitteilte. Dieses Jahr hingegen ist die Produktion regelrecht eingebrochen. Sieben Kilogramm Honig konnten durchschnittlich pro Volk geerntet werden.
Der Kanton Freiburg bildet keine Ausnahme. Dabei fing das Jahr nicht ganz so schlecht an, wie es die Jahresernte vermuten lässt. "Im Frühling gab es ein wenig Honig", sagt Franziska Ruprecht, Präsidentin des Imkervereins des Sensebezirks. "Danach hat es aber so viel geregnet, dass es nichts mehr gab." Die Bienen konnten nicht mehr ausfliegen und brauchten ihren Honigvorrat selbst auf, so Ruprecht.
Kein Gewinn mit dem flüssigen Gold
Auch im Seebezirk sieht es nicht viel besser aus. Eine Umfrage von Andreas Landolf bei den Mitgliedern des Deutschfreiburger Imkervereins des Seebezirks hat ergeben, dass sie im Vergleich zum Vorjahr 90 Prozent weniger Honig ernten konnten.
Auch wenn die Imkerinnen und Imker dieses Jahr keinen Gewinn mit ihrem Honig machen, hält sich der wirtschaftliche Schaden in Grenzen. Laut Franziska Ruprecht lebt im Sensebezirk niemand von der Honigproduktion. Die kulinarische Vielfalt leidet aber. "Die Nachfrage ist riesig, weil die Imker nicht liefern können. Bis Weihnachten ist alles ausverkauft", sagt Ruprecht. Den nächsten Freiburger Honig gibt es also erst wieder im Frühling 2022.




