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Hohe Kriminalität im Internet

Die Kantonspolizei Freiburg hatte es im Jahr 2021 vermehrt mit Internetbetrügern zu tun. Die Einsätze wegen häuslicher Gewalt sanken jedoch.

Die Cyberkriminalität wächst auch im Kanton Freiburg. (Symbolbild) © KEYSTONE

Das Jahr 2021 war auch für die Kantonspolizei Freiburg von der Corona-Pandemie geprägt. Die Polizei ist in diesem Bereich eher präventiv tätig, musste jedoch, wenn es die Umstände erforderten, härter durchgreifen. So wurden fast 400 öffentliche Gaststätten oder Geschäfte von der Polizei kontrolliert. Dabei kam es zu 30 Anzeigen, wegen Nichteinhaltung der Covid-Massnahmen.

Mehr Internetbetrüger

Für die Polizei war die Cyberkriminalität im vergangenen Jahr jedoch von grösserer Bedeutung. Diese nahm im Kanton Freiburg um 41 Prozent zu. Insgesamt wurden 805 Strafanzeigen registriert, mit einem Schaden von über sieben Millionen Franken. Die Internetbetrügerinnen und -betrüger agieren meistens aus dem Ausland, was die Ermittlungen kompliziert macht. Deswegen setzt die Polizei vermehrt auf die Prävention und will noch dieses Jahr ein Kommissariat für Cyberkriminalität einrichten.

Weniger Einsätze wegen häuslicher Gewalt

Nach der Änderung des Polizeigesetzes wurde die Abteilung Bedrohungsmanagement (ABM) gegründet und ist seit über einem Jahr im Einsatz. Die ABM ist auch im Kampf gegen häusliche Gewalt aktiv. Ein- bis zweimal am Tag wurde die Polizei im vergangenen Jahr über solche Gewalttaten informiert oder musste einschreiten. Die insgesamt 512 erfassten Fälle sind aber leicht rückläufig: Elf Prozent weniger als im Jahr 2020. Dafür haben die Wegweisungen aus Wohnungen zugenommen. Unter dem Motto "Wer schlägt, geht!" wurden in 106 Fällen Personen weggewiesen.

Gefährliches Verhalten auf Freiburger Strassen

Im ganzen Kanton wurden gezielt Kontrollen im Strassenverkehr durchgeführt. Am meisten wurden Fahrerinnen und Fahrer angehalten, die trotz Führerausweisentzug am Steuer sassen oder die im angetrunkenen Zustand in einen Verkehrsunfall verwickelt waren. Zudem gab es vermehrt Geschwindigkeitsübertretungen: über 13'000 mehr als im Vorjahr.

Weiter wurden mehr Verkehrsunfälle festgestellt. Die Zahl der Verletzten liegt jedoch unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre, obwohl im Jahr 2021 ein Anstieg der verletzten Personen zu verzeichnen ist. Dennoch gab es weniger Unfälle mit Todesfolge. So starben auf den Freiburger Strassen acht Personen, drei weniger als im Vorjahr.

RadioFr. - Tracy Maeder / rb
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