Mehr Leute an Freiburger Festen?
Ob Jubiläumsanlass, Fussballspiel oder Konzert: Gefühlt sind im Kanton mehr Leute an den Festen als vor Corona. Ist das wirklich so?

Viele Sommerfeste sind in den letzten zwei Jahren aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallen oder wurden mit Einschränkungen ausgetragen. Jetzt werden die Partys wieder gefeiert, man sieht öfters grosse Menschenmassen in der Region.
Viele Besucherinnen und Besucher hatte es beispielsweise auch an der Bad Bonn Kilbi in Düdingen Anfang Juni. Die 9000 Tickets für die Kilbi waren in den letzten Jahren stets begehrt. Alles ausverkauft, manchmal innerhalb einer halben Stunde. 2020 musste die Kilbi abgesagt werden, letztes Jahr fand sie mit Zertifikatspflicht statt. In dieser Ausgabe war die Hütte wieder rappelvoll.
Auch das Feldschiessen lockte am vergangenen Wochenende Tausende Leute nach Alterswil und Ried. Das bestätigt OK-Mitglied Hubert Schibli des Schützenfests im Sensebezirk: "Wir hatten sehr viele Schützinnen und Schützen und auch jede Menge Publikum." Der Zuwachs zeigt sich auch in anderen Sportarten, wie bei den regionalen Fussballspielen. Das Aufstiegsspiel zwischen Seisa 08 und Tafers am vorletzten Wochenende verfolgten rund 700 Personen. Zum Vergleich: Vor fünf Jahren waren es beim Sensler Derby zwischen Düdingen und Seisa 08 über 100 Zuschauerinnen und Zuschauer weniger. Natürlich spielen Faktoren wie das Wetter oder welche Mannschaft auftritt auch eine Rolle. In den Publikumsrängen finden aber nach Corona wieder grosse Mengen zusammen.
Zunächst harzig
Das Konzertlokal Nouveau Monde gibt sich zufrieden mit der Entwicklung nach der Aufhebungen der Corona-Massnahmen. "Ende Februar und Anfang März haben die Konzerte noch etwas gelitten. Seither ist die Auslastung wieder super und bei den Partys an den Wochenenden feiern enorm viele Leute bei uns", erklärt Mediensprecher Samuel Riedo.
Es scheint also, als würden sich die Konzertlokale, Festgelände und Sportplätze in diesem Sommer extrem gut füllen. Zumindest werden die Feste wieder so gut besucht wie vor Corona.



