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Neue Personalpolitik beim Staat

Das Freiburger Staatspersonal soll künftig von neuen Arbeitsformen profitieren. Damit möchte der Kanton seine Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.

Der Kanton plant eine Reihe von Massnahmen, um als Arbeitgeber attraktiver zu werden. © Präsentation Medienkonferenz 28. April

Der Kanton Freiburg hat während der Pandemie das Homeoffice für sich entdeckt. Nun sollen Mitarbeitende schon bald langfristig davon profitieren können. Der Arbeitgeber von fast 20'000 Angestellten möchte durch die neue Personalpolitik attraktiver, moderner und wettbewerbsfähiger werden. Beim Prozess wurde das Staatspersonal selbst miteinbezogen.

Umfrage durch HR-Kaffees

Gabrielle Merz Turkmani, Chefin Amt für Personal und Organisation erklärt, welche Massnahmen dazu getroffen wurden: „Wir haben eine Umfrage durchgeführt, bei der jede und jeder mitmachen konnte. Dazu veranstalteten wir sogenannte Human Ressources Kaffees - oder kurz: HR-Kaffees. Die Angestellten waren angehalten, ihre Anliegen Brainstorm-artig in Ateliers geltend zu machen. Von diesem Ideenaustausch wurde rege Gebrauch gemacht“. Das Team von Merz Turkmani reiste für die Umfrage durch den ganzen Kanton und führte insgesamt sieben solcher HR-Kaffees durch. Gesamthaft profitierten rund 350 Personen von dieser Möglichkeit.

Arbeit soll flexibler werden

Durch diese HR-Kaffees wurden sehr viele Ideen generiert. Mithilfe dieser entstand die Vision einer neuen Arbeitspolitik des Kantons Freiburg als Arbeitgeber. Nun will der Staat also neue Arbeitsformen fördern. Das Personal soll die Möglichkeit erhalten, seine Arbeitszeiten dynamischer zu gestalten und auch zu Hause im Heimbüro zu arbeiten. Auch das Führungspersonal erhält neue Instrumente, zum Beispiel das neue Instrument für Mitarbeitergespräche (ODE).

Neues Personalgesetz vonnöten

Im Dialog zwischen Mitarbeitenden und Führungsangestellten sollen beide Seiten einander helfen, sich zu verbessern und gegenseitig auf Bedürfnisse einzugehen. Wie aber kann der kantonale Arbeitgeber seine neue Personalpolitik umsetzen? In der Tat braucht es dazu eine Teilrevision des Personalgesetzes. Eine solche soll schon bald auf den Tischen des Grossen Rats liegen. Noch ist unklar, zu welchem Zeitpunkt dieses Geschäft vom Freiburger Parlament behandelt wird. Die Debatte soll aber in jedem Fall noch in diesem Jahr stattfinden. Der Vaterschaftsurlaub stellt ein weiteres Thema dieser Teilrevision dar.

RadioFr. - Livia Schmid / nschn
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