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Orangefarbene Schuhe und Grabsteine als Symbol

Letzten Freitag fanden auf dem Georges-Phyton-Platz zwei Präventionsaktionen gegen Femizide in der Schweiz statt.

Jedes Paar Schuhe entspricht einem Feminizid-Opfer in der Schweiz im Jahr 2022. © RadioFr.

Jede zweite Woche wird eine Frau in der Schweiz getötet, weil sie eine Frau ist. Um dem mehr Aufmerksamkeit zu verleihen, haben letzten Freitag Präventionsaktionen stattgefunden. Hinter der Organisation dieser Aktionen steckt der Zonta Club Freiburg. Auch Gemeinderätin Mirjam Ballmer war vor Ort.

"Diese Aktion soll ein Symbol sein für alle Frauen, die noch heute und auch regelmässig unter häuslicher Gewalt leiden", erklärt sie. Diese Aktion soll alle an die tragische Realität der Frauen erinnern. Es soll aber auch die betroffenen Menschen dazu aufrufen, dass sie sich wehren sollen. "Ziel ist es, dass dieses Phänomen in unserer Gesellschaft in Zukunft abnimmt oder sogar nicht mehr stattfindet", so Ballmer.

Orange als Symbol für Femizid

Bei der einten Präventionsaktion auf dem Phyton-Platz wurden orange Schuhe neben einem Grabstein aufgestellt. Mirjam Ballmer erklärt, dass jedes Paar Schuhe den Tod einer Frau durch häusliche Gewalt symbolisiert. Die Farbe Orange wird weltweit als Symbol für den Femizid verwendet. "Es ist wichtig, die Menschen zu sensibilisieren", sagt Ballmer.

Aus der Sicht der Polizei

André Progin, Chef des Bedrohungsmanagements in Freiburg, erklärt, dass die Polizei eine neue Abteilung geschaffen hat, bei dem sie mit verschiedenen Partnern zusammenarbeiten. Dadurch könnte die Polizei schneller problematische Situationen erkennen, einschätzen und entschärfen. Die Risikoabschätzung erfolgt unter anderem mit Sozialdiensten, medizinischen Partnern oder mit der Justiz. Sobald diese ausgewertet sei, würde ein Versuch unternommen, um das Schlimmste zu verhindern, so Progin.

RadioFr. - Mirjam Gardaz
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