Zwischen Dopingproben und einem neuen Spieler
Simon Seiler wird heute Freitag gegen Davos sein Debüt in der National League geben. Im Training stand gestern aber die Pinkelpause im Fokus.

Für einen sauberen Sport sind wohl praktisch alle Sportlerinnen und Sportler. Im Eishockey scheint Doping überhaupt kein Thema zu sein, positive Dopingproben sind eine äusserste Seltenheit. Was nicht damit zu tun hat, dass keine Proben gemacht werden. Nach dem Training gestern Donnerstag standen drei Männer von Swiss Sport Integrity neben dem Eis. Sie sind für die Dopingüberwachung in der Schweiz zuständig.
Zwei-drei Mal pro Saison sind sie bei uns in der Halle.
Raphael Diaz und Matthias Rossi mussten nach dem Spiel mit einem Mitglied von Swiss Sport Integrity in einer Kabine verschwinden, um dort eine Urinprobe abzugeben. Ein normaler Ablauf, welcher immer wieder vorkommen kann. "Natürlich kommen wir unangemeldet, stehen am Morgen vor der Kabine, wenn die Spieler ankommen. Dann erst werden sie darüber informiert, dass sie heute getestet werden", sagte ein Herr von Swiss Sport Integrity.
Das Debüt steht vor der Türe
Während Diaz und Rossi im Kämmerchen in einen Becher pinkeln mussten, stand Assistenztrainer Pavel Rosa noch gut 20 Minuten länger auf dem Eis. An seiner Seite: Neuzuzug Simon Seiler. Seit Mittwoch offiziell bei den Freiburgern, bestritt er heute sein zweites Training mit den Drachen. Der 26-jährige Defensiv-Verteidiger wurde letzte Saison mit dem EHC Kloten Meister in der Swiss League, erhielt aber keinen neuen Vertrag bei den Aufsteigern. So schloss er sich dem Finalgegner Olten an, für den er in dieser Saison spielte.
Nun wechselte er - im Trade mit Joel Scheidegger - zu Gottéron. Trainer Dubé setzte nicht auf Scheidegger, weil dieser "mit dem Tempo als Offensiv-Verteidiger nicht mithalten konnte". Auf Seiler setzt Dubé mehr. "Als Defensiv-Verteidiger kann ich ihn besser einsetzen. Er wird sicher mit Benjamin Chavaillaz um einen Platz unter den ersten sechs Verteidigern kämpfen", bestätigte Cheftrainer Christian Dubé nach dem Training. Heute Freitag gegen Davos wird Simon Seiler somit höchstwahrscheinlich sein Debüt in der National League bestreiten. Auch, weil Mauro Dufner immer noch mit seiner Hirnerschütterung zu kämpfen hat und am Wochenende nicht spielen wird.
Mögliche Aufstellung gegen den HC Davos
Tor
- Hughes
Verteidigung
- Diaz und Vainio
- Gunderson und Jecker
- Sutter und Chavaillaz
- 7. Verteidiger: Seiler
Angriff
- Desharnais mit Sörensen und Sprunger
- Rask mit Mottet und Bertschy
- De la Rose mit Schmid und Marchon
- Walser mit Bykov und Jörg
- 13. Stürmer: Rossi
Überzähliger Ausländer: Kuokkanen
Verletzt: Dufner (Hirnerschütterung), Berra (Rücken-Operation), Binias (Schulter-Operation)
Farmteams: Jobin, Galley




