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Strompreiserhöhung wird auf die Endverbraucher abgewälzt

Will die Groupe E mit ihrer Preiserhöhung kleineren Anbietern Kunden abwerben? Das Stromunternehmen hat gegenüber RadioFr. Stellung bezogen.

IB Murten kritisiert das Freiburger Energieunternehmen Groupe E. © Keystone

Die Groupe E hat ihre Strompreise für Verbraucher, die ihr Stromnetz benutzen, um 20 Prozent erhöht. Die IB Murten, die direkt von der Erhöhung betroffen ist, muss diese Mehrkosten nun auf ihre Kunden abwälzen. Während dies für Haushalte keine sehr starke Preiserhöhung darstellt, sind die Kosten für die strombeziehenden Unternehmen hoch.

Der Direktor der IB Murten, Charles Nicolas Moser, zeigt sich über die Preiserhöhung besorgt. "Unternehmen können ab einem gewissen Stromverbrauch ihren Stromanbieter wechseln", erklärt Moser. Die Befürchtung ist nun, dass Kunden der IB Murten ihren Vertrag bei dieser kündigen und zur Groupe E wechseln – die selbst auch direkt Strom an Unternehmen verkauft.

Groupe E will keine Kunden abwerben

Auf die Frage, ob die Groupe E nun bei kleineren Stromanbietern auf Kundenfang gehen will, verneint die Mediensprecherin der Groupe E, Nathalie Salamin. "Die Kosten für die Benutzung des Stromnetzes fallen für alle Verbraucher gleichermassen an. Die Wahl des Stromanbieters hat daher für die Kunden keinen Einfluss auf ihre Stromrechnung", stellt sie den Sachverhalt klar. Auch wenn ein Unternehmen von der IB Murten zur Groupe E wechselt, fallen trotzdem höhere Netzwerkkosten an. "Wir sehen uns als Partner der anderen Stromunternehmen", fügt Salamin ihrem Statement bei. Die Preiserhöhung scheint daher für die Groupe E eine Notwendigkeit anstatt perfide Kundenwerbung zu sein.

Den ersten Teil unseres Artikels über die Preiserhöhung der Groupe E könnt ihr hier nachlesen.

RadioFr. - Nadine Schmid / cys
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