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Vom Seeland nach Neuseeland

Marianne Bolton stammt aus Cressier und hat vor fast 30 Jahren entschieden, ein neues Leben anzufangen.

Die Seeländerin liebt die Natur. © zvg
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Wenn Ferien zu einer dauerhaften Sache werden - das geschah in den 90er-Jahren bei Marianne Sahli (heute Bolton). Damals besuchte die Seeländerin eine gute Freundin in Neuseeland, die dort für ein paar Jahre gearbeitet hatte. "Im Ausgang lernte ich Toni kennen und als ich wieder zurück in der Schweiz war, hatten wir weiterhin Kontakt", erzählt Marianne Bolton. 

Danach war es bei den beiden ein hin und her. Mal lebten sie für eine Zeit in der Schweiz, packten daraufhin wieder die Koffer, um nach Neuseeland zu reisen. "Zuvor habe ich nicht viel über das Land gewusst und reiste nicht viel umher."

1997 kam ihre Tochter Tamara zur Welt, die sowohl den neuseeländischen als auch den Schweizer Pass besitzt. 15 Jahre lebten Toni und Marianne zusammen, jetzt sind sie geschieden und Marianne lebt in der Stadt Hamilton, die etwa eineinhalb Stunden von Auckland entfernt ist.

zvg

Die Klischees stimmen

In Neuseeland gibt es fünfmal mehr Schafe als Einwohnerinnen und Einwohner. Das Klischee, dass es überall Schafe hat, stimme. "Obwohl in meiner Gegend mehr Kühe leben", sagt Marianne Bolton schmunzelnd, die zu Hause vier Schafe besitzt.

Allgemein seien Lamm- und Schafsfleisch kulinarische Spezialitäten. Sehr traditionell sei der Hāngī der Māori. "Das wird in der Erde gekocht."

Zu Beginn ihrer Zeit vermisste Marianne Bolton ihre Familie sehr. "Vor 30 Jahren war es schwierig zu telefonieren. Es war sehr teuer, daher lagen nur einige Minuten drin."

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So wechselte die jetzt 56-Jährige auf das Fax, das damals das beste Kommunikationsmittel war. Und da gab es noch eine andere Sache: "Aromat habe ich sehr vermisst", sagt die Grissacherin und lacht. Nun hätten die neuseeländischen Supermärkte jedoch den Schweizer Gewürzklassiker.

Nach fast 30 Jahren auf dem Inselstaat im südlichen Pazifik hat sie den Pass beantragt. "Dieser sollte nächstens eintreffen, dann bin ich Doppelbürgerin." 

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Frapp / RadioFr. - Fabian Aebischer / phw
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