Die Enthüllungen der "Schweiz am Wochenende" erschüttern die Bundespolitik. Bersets früherer Kommunikationschef Peter Lauener soll dem Verlagshaus Ringier während der Corona-Pandemie wiederholt und gezielt vertrauliche Informationen übermittelt haben. Die Parlamentarier gehen mit Bundesrat Alain Berset hart ins Gericht.
Berset kämpft mit viel Gegenwind
Gegenüber dem Westschweizer Fernsehen RTS hat Berset zwar bestitten, dass er etwas von dem Ganzen gewusst hatte. Selbst wenn das stimmt: Die Affäre betrifft sein Departement und es ist nicht der erste Skandal, in den er verwickelt ist. Die erste Rücktrittforderung liess nicht lange auf sich warten.
Klar übertrieben, findet Corna Gredi, Zürcher GLP-Nationalrätin und Mitglied der Geschäftsprüfungskommission. Es sei noch zu viel unklar. Auch die Aagauer Mitte-Nationalrätin Marianne Binder findet, die Geschäftsprüfungskommission müsse die Angelegenheit jetzt zuerst untersuchen. Dass es in der letzten Zeit vermehrt solche Leaks gegeben habe, sei schlecht.
Auf die Ergebnisse der Untersuchungen dürfen wir gespannt sein. Diese Geschichte wird wohl noch länger für Diskussionen sorgen. Und Berset muss noch länger mit rauem Gegenwind rechnen.






