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"Wir haben versucht, einige Ausnahmen zu machen"

Die Schrauben werden wiederum angezogen. Der Kanton Freiburg hat strengere Massnahmen gegen das Coronavirus beschlossen.

Olivier Curty nimmt Stellung zu den aktuell beschlossenen Massnahmen. (Archivbild) © RadioFr.

Als Folge davon werden Restaurants ab Samstagabend wieder ganz geschlossen.

RadioFr. wollte von Volkswirtschaftsdirektor Olivier Curty wissen, warum der Staatsrat so entschieden hat und wie der Kanton den betroffenen Unternehmen hilft.

RadioFr.: Die Massnahmen wurden wieder verstärkt, wieso nun dieser Schritt? War es der Druck von anderen Kantonen?

Olivier Curty: Es gibt mehrere Gründe. Wir waren beunruhigt wegen der Mutation des Virus. Der zweite Punkt war die Konzentration mit anderen Westschweizer Kantonen, der wir uns anschliessen müssen. Und schlussendlich hängt auch das „Damoklesschwert“ über uns - der Grenzwert muss nämlich per 4. Januar unter 0,9 sinken. Wir haben trotzdem versucht, ein paar Ausnahmen zu machen, wie das der Fall ist bei Museen oder Bibliotheken. Auch Sport- und Fitnesszentren dürfen weiterhin offenbleiben.

Zum Sonntagsverkauf: Darf sonntags beim Freiburger Bäcker weiterhin Gipfeli gekauft werden?

Ja, natürlich.

Der Kanton möchte, dass den Betrieben geholfen wird. Wie sehen diese Hilfen aus?

Diese Hilfen basieren auf solchen, die bereits existieren. Nur stellen wir mehr Mittel zur Verfügung. Gewisse Massnahmen werden nun retro-aktiv in Kraft gesetzt.

Was heisst retro-aktiv?

Für Gastrobetriebe heisst dies beispielsweise, dass wir 9% der Umsatzeinbussen übernehmen und das retro-aktiv per 1. November handhaben. So werden Restaurants für November und Dezember von dieser Massnahme profitieren. Zuvor war dies nicht vorgesehen.

Ab wann müssen Restaurants oder auch andere Betriebe im Kanton Freiburg schliessen und bis wann gilt dies vorerst?

Die neuen Massnahmen treten am 26. Dezember um 23.00 Uhr bis auf Weiteres in Kraft. Es ist sehr schwierig zu spekulieren, wie sich die gesundheitliche Situation entwickeln wird. Wir werden sehen, ob Anfangs Januar mit einer Öffnung zu rechnen ist oder nicht.

RadioFr. - Philipp Bürgy / rb
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