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Wie sieht ein Morgen beim Landwirt aus?

Wir begleiten in dieser Woche drei Berufe, bei denen Frühaufsteher auf ihre Kosten kommen. Einer davon ist Tobias Schneuwly, wir haben ihn besucht.

Tobias Schneuwly ist auf dem Bauernhof aufgewachsen. © RadioFr.

Um 06.00 Uhr früh wird auf dem Hof von Tobias Schneuwly die Milch abgepumpt, die später für Vacherin-Käse verwendet wird. Der Tag beginnt für den Landwirt aber viel früher. "Meistens sind wir gegen 06.30 Uhr im Stall fertig und anschliessend gibt es Frühstück", erklärt der Landwirt aus Wünnewil. Während der Stärkung bespricht er sich mit seinem Vater, seiner Mutter und dem Lehrling, welche Tätigkeiten im Verlauf des Tages noch anstehen.

Tobias Schneuwly ist bereits dort aufgewachsen und der Beruf Landwirt hat ihn seit jeher fasziniert. Nach zwei Jahren auf einem französischsprachigen Betrieb absolvierte er die höhere Fachschule.

zvg

Einer, der tatkräftig auf dem Hof mithilft, ist Silvan Bruni aus Noflen bei Thun. Aufgewachsen auf einem Bauernhof machte er zunächst eine Ausbildung zum Automech und ging danach ins Militär. "Danach packte mich die Ausbildung als Landwirt nochmals richtig", erklärt der Lehrling.

Unser Philippe Wiederkehr half im Stall mit.

Die derzeit gefrorenen Weiden am Morgen nutzen die Landwirte, um die Gülle auszutragen. "Am Dienstag bin ich mit dem Traktor aber bei einer weniger feuchten Stelle stecken geblieben und Tobias musste mich herausziehen", sagt Silvan schmunzelnd.

Ein Lehrling hat offiziell eine 55-Stunden-Woche. Das ist aber nicht immer so einfach einzuhalten. "Das ist schon tough. Am Abend ist manchmal nicht einfach um 17.30 Uhr fertig, wenn eine Kuh noch kalbert oder wenn Erntezeit ist. Dafür schaue ich, dass der Lehrling am Wochenende einen Tag mehr frei erhält", erklärt Tobias Schneuwly.

Unsere Berufsmesse-Serie:

Frapp / RadioFr. - Philippe Wiederkehr / Fabian Aebischer
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