Apotheken mit Corona-Tests am Anschlag
Seit letzter Woche sind Gratis-Tests in Apotheken erhältlich. Mitarbeitende haben alle Hände voll zu tun, gerade auch, weil bald Ostern ist.

Vor zwei Wochen kündigte der Bundesrat an, Schnelltests an die Bevölkerung gratis abzugeben. Solche Tests seien auch gratis für Leute, die keine Symptome vorweisen. Vergangenem Montag lief die landesweite Testphase an. Viele Freiburger Apotheken waren darauf noch gar nicht vorbereitet, dort sickerte die Information des Bundesrats nämlich erst nach und nach durch.
Inzwischen sind die Gratis-Tests angelaufen. Wer einen Schnelltest machen möchte, dürfte im Moment mehr als einmal zum Hörer greifen: So könnte es sein, dass es in der Apotheke keine freien Termine mehr gibt. Auch das anstehende Osterfest könnte mit ein Grund sein, dass in den Apotheken im Moment die Telefone heisslaufen.
Sybille Hayoz arbeitet in der Apotheke Dr. A Marca in Freiburg und sagt: „Bei uns ist eine Person quasi rund um die Uhr nur am Testen. Andere Mitarbeitende befinden sich aufgrund der zahlreichen Anfragen nach Testterminen ständig im Telefondienst. Es ist sicher nicht übertrieben zu sagen, dass ich gestern ungefähr 30 Telefonanrufe entgegengenommen habe.“
Überzeit wegen Corona-Tests
Neben Schnelltests führt die Apotheke Dr. A Marca auch die genaueren PCR-Tests durch. Termine dafür gibt es den ganzen Tag über. Weil die Leute über Ostern verreisen möchten, ist das Team auch über die Festtage mit Testen ausgebucht. Hayoz erzählt: „Wir führen momentan so viele Untersuchungen durch, dass wir jetzt auch früher mit der Arbeit beginnen und bei Tagesschluss noch einen Test anhängen.“ Dies sei vor allem bei dringenden Anfragen der Fall, sagt Hayoz.
Ähnlich tönt es aus der Central Apotheke in Düdingen. Apotheker Richard Meier spüre zwar den Aufruhr um Ostern noch nicht. Seit Schnelltests aber gratis erhältlich seien, gehe es auch in dieser Filiale etwas hektischer zu und her: „Gerade jetzt erhalten wir wiederum viele Anfragen. Seit der Bundesrat möchte, dass man sich testen lässt, stellen auch wir fest, wie sehr die Nachfrage steigt.“ Das Team sei oftmals voll ausgebucht, auch in anderen Sensler Apotheken sei dies der Fall.
Ressourcen fehlen an anderen Orten
Für die Apotheken entsteht ein grosser Mehraufwand durch die Schnelltests. Das gehe sogar so weit, dass Mitarbeitende an anderen Stellen fehlen. Die tägliche Arbeit könne dennoch erledigt werden, sagt Richard Meier: „Die Tests geben viel zu tun. Rein nur die telefonische Triage zu Beginn, danach der Test an sich. Ganz am Schluss erfolgt – je nach Fall – eine Meldung an das Bundesamt für Gesundheit.“ Hinzu komme die Verrechnung an den Bund. Sie müsse im Nachhinein und manuell erfasst werden. Dies sei mit ein, weshalb an anderen Stellen Ressourcen fehlten, sagt Meier.
Apotheken, die Corona-Tests anbieten, haben also viel mehr zu tun als andere. Dazu ist zu sagen, dass noch lange nicht alle Apotheken im Kanton Freiburg dazu in der Lage sind, solche Tests durchzuführen. Was bedeutet, dass die Teststrategie des Bundesrats auf den Schultern von ein paar einzelnen Apotheken lastet.




