Das Wiedersehen mit seinem Ex-Club
Pat Emond war jahrelang bei Genf-Servette tätig. Wie er nun Gottéron auf seinen Ex-Club vorbereitet.

Zwei grosse Brocken warten dieses Wochenende auf Gottéron. Zuerst empfangen die Drachen am Freitag in Freiburg den Meister Genf-Servette. Am Samstag geht die Reise dann auswärts zum Spitzenteam, den ZSC Lions.
Es sind definitiv die ersten richtigen Gradmesser für die Freiburger in dieser jungen Saison. Und: Gottéron geht in dieses Wochenende mit dem Stolz und Vertrauen eines Leaders ans Werk.
Emonds Handschrift sieht man schon
Für den neuen Gottéron-Assistenztrainer Pat Emond ist es ein Wiedersehen mit seinem alten Verein. Über 18 Jahre lang ist der Kanadier bei den Genfern an der Bande gestanden. Er kennt die Mannschaft bestens und dieses Wissen kann er in Freiburg weitergeben. Ganz allgemein ist der 58-Jährige bei Gottéron gut angekommen, er fühle sich wohl in der Stadt. Sportlich gesehen will er vor allem offensiv seine Handschrift setzen:
Meine Philosophie ist es, den Puck in der offensiven Zone länger zu halten. Das ist ein Prozess, aber gegen Ambrì hat das schon gut funktioniert.
Ausserdem will Pat Emond auch einen Akzent auf die Geschwindigkeit setzen. Diese gehört für den Kanadier zu den grössten Waffen, um in die gegnerische Zone zu kommen. Die Spieler hätten ein offenes Ohr für diese Instruktionen und es werde Match für Match besser, so Emond. Zu den beiden Gegnern am Wochenende sagt er:
Genf und Zürich sind auf dem Papier die stärksten Teams der Liga. Für uns ist es schön, dass wir so früh in der Saison einen solchen Gradmesser haben.
Und wenn Gottéron in zwei Monaten dann wieder gegen diese Teams spielen wird, dann könne man sehr gut die Evolution der Mannschaft verfolgen.
Streule ist integriert und kriegt viel Vertrauen
Am Freitag muss Christian Dubé noch auf das junge Verteidigertalent Maximilian Streule verzichten. Der 19-Jährige muss noch eine Spielsperre absitzen (Check gegen den Kopf im Spiel gegen den HC Lugano). Am Samstag kann Streule gegen den ZSC aber wieder spielen. Der neue Verteidiger sagt zu seiner Sperre:
Meine Schlittschuhe heben vom Boden ab. Es ist zurecht eine Sperre. Nun gilt es, vorwärts zu schauen.
Dies gelingt dem jungen Verteidiger hervorragend. In einer Reife, Abgeklärtheit und selbstbewusst, wie man es selten von solch jungen Spielern sieht, darf er anfügen:
Ich habe mich sehr gut eingelebt, meine Mannschaftskollegen helfen mir überall. Als 19-Jähriger kann ich mich nicht beklagen.
Dass dies eine freche Untertreibung von Maximilian Streule ist, dessen ist er sich selbst vielleicht noch nicht ganz bewusst. Nur wenige junge Spieler kriegen so viel Vertrauen und Eiszeit in einer etablierten Mannschaft der National League. Wir dürfen gespannt sein, wie seine erste Saison verläuft.
Dufner ist für die Spitzenteams zurück
Am Dienstag reiste Gottéron noch mit nur sechs Verteidiger ins Tessin, was doch unter Umständen zu Engpässen hätte führen können. Gegen Genf gibt es diesbezüglich Entwarnung. Verteidiger Mauro Dufner ist zurück auf dem Eis, nachdem er im Spiel vom letzten Wochenende gegen Davos einen Check von Andres Ambühl abgekriegt hatte. Gottéron hat also wieder sieben Verteidiger auf dem Matchblatt. Am Samstag kehrt auch Maximilian Streule zurück. Und diese Banktiefe braucht Gottéron dieses Wochenende definitiv gegen die zwei Spitzenteams Genf und Zürich.




