Sind das nun Spanische- oder Senslernüsse?
Warum es Daniel Schaller ins Finale des Freiburger Landwirtschaftspreises geschafft hat. Und warum der Hanf auch dabei ist.

Der Kanton Freiburg hat die vier Finalisten des Landwirtschaftspreises bekannt gegeben. Darunter ist auch der Sensler Bauer Daniel Schaller.
Vom Bio-Knobli zu Erdnüssen
Lange produzierte und trocknete er in Wünnewil Bio-Knoblauch. Wegen des Preisdrucks setzt er nun auf Erdnüsse. So kann er seinen Trockenraum weiterhin nutzen. Der Kanton lobt ihn: Daniel Schaller beweise, dass eine Diversifizierung der nachhaltigen und biologischen Landwirtschaft in der Region möglich sei.
Von Hanf bis Safran
Unter den weiteren drei Projekten findet man auch das Freiburger Start-up FLOW, welches die Schweizer Hanfbranche nachhaltig auszubauen versucht.
Das Projekt umfasst die Einrichtung einer Ölmühle, um Hanf und andere lokale Produkte zu pressen. FLOW strebt danach, die logistischen Kosten zu senken und die Landwirtschaft zu diversifizieren.
Das Freiburger Unternehmen "Pousses en l'air" hat sich bei den sogenannten Vertikalkulturen von Gemüsesprosssen spezialisiert. Diese hochwertigen Produkte sind biologisch angebaut und werden von Hand gelesen. Vertikalkulturen optimieren die zur Verfügung stehende Fläche.
Der Freiburger Fabien Fragnères will die Safranproduktion in Grolley optimieren und setzt dabei auf erhöhte Holzkübel. Diese sollen das Pflücken und Trocknen vereinfachen und schützen ausserdem vor Mäusen. Diese Vorkehrungen stammen alle aus Freiburger Handwerk.
Der Freiburger Landwirtschaftspreis ist mit 30'000 Franken dotiert und wird im Juni vergeben. Eine 5-köpfige Jury wird entscheiden. Daneben gibt es auch einen Publikumspreis, der mit 5000 Franken dotiert ist. Abstimmen kann man unter www.innovation-pia.ch/de.




