Im Gemeinderat herrscht ein rauer Umgangston
Das gab Syndic Kuno Philipona gestern an der Sitzung des Generalrats zu. Zur Sprache kamen auch Budget und Geschäftsreglement.

Der Generalrat von Düdingen genehmigte das ausgeglichene Budget 2021 mit einem Gesamtaufwand von rund 39 Millionen Franken. Geplant sind Nettoinvestitionen in der Höhe von 5,3 Millionen Franken. Unter anderem soll die veraltete Bühnentechnik des Podiums ersetzt werden.
Mit viel Lob nahm der Generalrat auch die Teilrevision des Geschäftsreglementes an. Es regelt den Geschäftsverkehr innerhalb des Generalrates und dürfte laut mehreren Voten Modellcharakter für andere Räte haben.
Unter dem Traktandum "Verschiedenes" sprach einer der Räte den überraschenden Rücktritt von FDP-Gemeinderat Fabian Wienert Anfang Oktober an. Unter den Mitgliedern des Gemeinderates scheine es an gegenseitigem Respekt zu mangeln, so lautete der Vorwurf.
Im Interview nach der Ratssitzung führte Kuno Philipona, Syndic von Düdingen, aus: «Wir sind kein Gremium für den Vorstand eines Sportclubs, wo alle fast immer eine einheitliche Meinung vertreten. Bei uns hocken Leute von ganz links bis ganz rechts. Da kommt es zu Meinungsverschiedenheiten und manchmal auch Wortwechseln, die zu einer gewissen Kultur dazugehören. Die sollte man aushalten können.»
Ob das erwähnte, raue Umgangsklima der Grund für den Weggang von Fabian Wienert war, könne Kuno Philipona so nicht sagen: «Was ich weiss, ist, dass wir momentan einen Gemeinderat haben, bei dem es ziemlich rau zu und her geht. Das könnte vielleicht verbessert werden».
Im Gemeinderat wurde Fabian Wienert nicht mehr ersetzt, denn bereits im März 2021 werden Gemeinderat sowie Generalrat neu gewählt. Das Dossier des zurückgetretenen Wienert hat Anita Johner übernommen.




