News für unsere Region.

Lehrkräftemangel und noch mehr Schulkinder

Nächste Woche geht die Schule wieder los im Kanton Freiburg. Es gibt 32 neue Schulklassen, wodurch der Lehrkräftemangel noch prekärer wird.

Bald endet die Sommerpause für tausende Schülerinnen und Schüler. (Symbolbild) © Keystone

Rund 48'000 Schülerinnen und Schüler strömen am 25. August zurück in die Klassenräume. Das sind fast 800 mehr als letztes Jahr, wie es in einem Schreiben der Freiburger Bildungsdirektion heisst. Gezählt wurden dabei Schulkinder von der obligatorischen Schule bis zur Sekundarstufe II (Gymnasium, Berufsschule, Fachmittelschule, Handelsmittelschule).

433 Schülerinnen und Schüler im Kanton Freiburg sind Flüchtlinge aus der Ukraine. Viele von ihnen haben im Sommer zusätzliche Sprachkurse besucht, um besser Deutsch oder Französisch zu verstehen.

Mehr Schulkinder, aber gleich viele Lehrerinnen und Lehrer - das geht nicht auf. Besonders in Deutschfreiburg und an den Primarschulen sei es schwer, genügend qualifizierte Lehrpersonen zu finden, teilt die Bildungsdirektion mit. Einige Lehrkräfte hätten sich überzeugen lassen, ihr Pensum zu erhöhen. Das reiche jedoch noch nicht aus.

Nachhaltigkeit und Digitalisierung

Fürs neue Schuljahr werden Nachhaltigkeit und Digitalisierung in den Fokus gerückt. Kinder und Jugendliche lernen in Ateliers mehr über Nachhaltigkeit. Auch ein kantonales Austauschnetzwerk kommt hier zum Zug. Um die Digitalisierung im Klassenzimmer voranzutreiben, müssen neu alle Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II einen Laptop haben. Für einkommensschwache Familien stehen dafür Stipendien zur Verfügung.

Viele Lehrpersonen wissen aber nicht recht, wie sie die Computer in den Unterricht integrieren sollen. Das zeigen Recherchen von RadioFr. Die Schulen lassen den Lehrpersonen im Bereich der Digitalisierung die akademische Freiheit. Viele würden sich jedoch eine klare Direktive oder konkretere Tools wünschen.

RadioFr. - Renato Forni / iwi
...