"Basel hat eine andere politische Kultur"

Polit-Aufsteigerin Mirjam Ballmer war Grossrätin in Basel-Stadt und in Freiburg. Im März wurde sie in die Freiburger Stadtregierung gewählt.

Mirjam Ballmer hat nicht nur eine, sondern gleich zwei steile politische Karrieren hingelegt. In Basel war sie Grossrätin und Verwaltungsrätin der Basler Verkehrsbetriebe BVB. Zudem wurde sie als Kandidatin für den Regierungsrat gehandelt. Vor fünf Jahren zog sie gemeinsam mit ihrem Mann in dessen Heimat Freiburg. Bereits nach kurzer politischer Abstinenz kandidierte sie auf der Liste der Grünen für den Grossen Rat, konnte schon bald nachrücken und hat im März dieses Jahres den Sprung in die Freiburger Stadtregierung geschafft – als erste Grüne seit 2001.

Mit Redaktor Lukas Siegfried hat sie über die Unterschiede ihrer Heimat und Wahlheimat, ihre politische Karriere und die Zweisprachigkeit diskutiert. Anders als im Kanton Basel-Stadt sei die geographische Herkunft in der Freiburger Politik ein wichtiger Faktor, erzählt Ballmer. "Je nach Thema spielt die politische Couleur keine grosse Rolle mehr." Dafür gehe es im Basler Politbetrieb rauer zu und her als in Freiburg.

Mittlerweile habe sie sich sehr gut in Freiburg eingelebt. Besonders schätze sie den grossen und vielfältigen Markt und die Zweisprachigkeit. Mit ihrem Mann, der französischsprachig ist, habe sie zu Beginn ein strenges Sprachenregime gepflegt. Zu ihrer Wahl in den Gemeinderat sagt sie: "Für mich war sie ein klares Zeichen, dass die Bevölkerung ein Bedürfnis nach Erneuerung hatte." Mit anderen Worten: Mehr Frauen, mehr Junge und weniger Leute, die schon seit Jahrzehnten Teil des politischen Establishments seien.

Zum ganzen Gespräch:

RadioFr. - Lukas Siegfried / pef