Produktions-Engpässe für Velos
Im vergangenen Jahr erlebte das Fahren auf zwei Rädern schweizweit einen Aufschwung. Die grosse Nachfrage führt auch in Freiburg zu Liefer-Engpässen.

Das grosse Umsatteln fand auch im Kanton Freiburg statt. Velo- und E-Bike-Fahren wurde gar dermassen beliebt, dass Lieferanten und Produzenten nun an ihre Grenzen stossen.
Velos werden teurer
Die grosse Nachfrage spürt auch Max Gauch, Inhaber des Velogeschäfts in Schmitten: «Im Moment ist das vor allem bei den Velos der Fall. Ich denke aber, dass es automatisch auch bei Ersatzteilen Lieferschwierigkeiten geben wird.» In Ländern, in denen Velos und Ersatzteile stark gefragt sind und man deshalb mit dem Produzieren nicht mehr nachkommt, werden die Velos automatisch teurer. Beim Schweizer Anbieter Veloplus beträgt der Aufschlag pro Velo bereits zwischen 100 und 200 Franken – und dies, nachdem der Katalog mit den Angeboten bereits verschickt worden ist.
Auch im Geschäft von Max Gauch steigen derzeit die Preise für Velos: «Diese sind ein wenig gestiegen. Oft auch, weil Hersteller die Ware nicht mehr liefern können.» Die Engpässe betreffen alle Velo-Kategorien, vor allem High-Tech-Mountainbikes und E-Bikes. Dies führe nicht nur dazu, dass man dafür mehr bezahlen müsse, sondern auch länger warten, sagt Gauch: «Natürlich kann es sein, dass eine Lieferung mal früher kommt. In der Regel muss man aber plus minus ein halbes bis ein ganzes Jahr darauf warten.»
Dank Vorbestellung genügend Ware
Lange Wartezeiten, Produktions- und Lieferengpässe – bieten Händler bald keine Velos zum Verkauf mehr an? Max Gauch von Sportello verneint: «Weil wir teilweise Vorbestellungen tätigen, erhalten wir immer noch laufend Velos. Ich kann aber nicht genau sagen, wann welche Velos geliefert werden.» Bei Sportello in Schmitten kommt es also vorerst nicht zu Engpässen. Doch der Regionalhändler merkt, dass Produzenten und Lieferanten am Anschlag sind – und dies werde sich über kurz oder lang auch auf seine eigenen Velopreise auswirken.




