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Stollen vom Schiffenen- zum Murtensee

Um mehr Strom aus Wasserkraft zu generieren, plant der Staatsrat gemeinsam mit der Groupe E eine neun Kilometer lange, unterirdische Leitung.

In Zukunft könnte ein Teil des Wassers des Schiffenensee Richtung Murtensee umgeleitet werden. (Archivbild) © KEYSTONE

Besonders im Bereich der Wasserkraft steht der Kanton Freiburg gut da. 76 Prozent des einheimischen Stroms wird in Wasserkraftwerken produziert. Der Staatsrat und die Groupe E wollen nun aber noch mehr: Geplant ist eine unterirdische Leitung vom Schiffenensee bis nach Murten. Auf dieser Strecke von rund neun Kilometern Länge wird ein Kraftwerk entstehen, unterhalb von Courgevaux. Das Gefälle wird auf diesem Weg mehr als verdoppelt - und das bedeutet auch mehr Strom.

„Heute wird das Wasser der Saane am Fuss des Schiffenen-Staudamms turbiniert. Das entspricht 43 Meter Fallhöhe. Wenn wir die Saane in Richtung Murtensee umleiten, profitieren wir von rund 50 Metern zusätzlicher Fallhöhe“, sagt Lionel Chapuis, Projektleiter der Groupe E des Projekt SCHEM. Das bedeute, dass mit der gleichen Wassermenge mehr als das Doppelte turbiniert werden könnte.

Der Stollen soll unter Landwirtschaftszonen verlaufen, in einer Tiefe von 30 bis 60 Metern. Für Anwohnerinnen und Anwohner sei das deshalb kein Problem, wie Chapuis sagt: „Viele Leute wohnen über einem solchen Stollen und wissen das nicht. Das stört nicht.“

Beginn der Arbeiten frühestens 2028

Bis das Projekt realisiert wird, fliesst aber noch viel Wasser durch die bestehenden Leitungen. Optimistisch gerechnet ist laut Lionel Chapuis ein Anfang der Arbeiten Ende 2028 möglich. Davor müssen noch diverse Studien gemacht werden, die sicher noch bis Ende Jahr dauern.

RadioFr. - Andrea Schweizer / Rafael Bornatico
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