Vier Projekte, um Grossfreiburg attraktiver zu machen
Der Stadtfreiburger FDP-Generalrat Raphaël Casazza schmiedet grosse Pläne. Oberamtmann Carl-Alex Ridoré begrüsst Projekte jeglicher Art.

Für den FDP-Politiker Raphaël Casazza sind die Pläne der Gemeindefusion zu einem Grossfreiburg zu wenig attraktiv. Aus diesem Grund möchte der Umweltingenieur an der Autobahnausfahrt Freiburg Süd grossflächig bauen. Vorgesehen wären ein 50-Meter-Schwimmbecken, ein Parkhaus für 500 Autos mit direkter Busverbindung zum Bahnhof Freiburg, ein nachhaltiges Energiezentrum sowie ein Bürogebäude.
RadioFr. befragte den Oberamtmann des Saanebezirk und Präsident der konstituierenden Versammlung Grossfreiburg, Carl-Alex Ridoré, nach seiner Meinung zu diesem Vorhaben. Ridoré habe vom Projekt aus den Medien erfahren. Dies sei der Grund, weshalb an der Versammlung noch nicht darüber gesprochen wurde. “Persönlich finde ich es aber gut, wenn Bürgerinnen und Bürger in die laufende Debatte mit Ideen, Visionen oder konkreten Projekten einwirken“, sagt Carl-Alex Ridoré.
Finanzieller Spielraum vorhanden
Das Projekt von Raphaël Casazza kostet viel Geld. Für die beiden Gebäude, gemeinsam mit Schwimmbecken und Parkhaus, sind rund 100 Millionen Franken veranschlagt. Diese Summe gilt, falls nicht noch finanzielle Partner gefunden würden. Für Ridoré allerdings gebe im Budget eines zukünftigen Grossfreiburgs noch Raum nach oben: “Die konstituierende Versammlung sieht eine neu fusionierte Gemeinde mit einer guten finanziellen Gesundheit vor. Die Investitionsfähigkeit wurde auf ungefähre 350 Millionen Franken angesetzt. Damit wir nicht nur die bestehenden Projekte vorantreiben können, die bei den verschiedenen Gemeinden in Planung stehen, sondern auch neue Projekte miteinbeziehen können.“
Die Türen stehen also offen für Neuprojekte, von welcher Seite sie auch stammen. Für Carl-Alex Ridoré gehe es darum, auch beim Stimmvolk die Debatte in Sachen Grossfusion anzukurbeln: “Ziel des Fusionsprojekts ist, dies nicht nur mit den Behörden zusammen zu erarbeiten, sondern die ganze Bevölkerung in das Vorgehen miteinzubeziehen.“ Der Oberamtmann des Saanebezirks rechnet damit, dass weitere Bürgerinnen und Bürger in nächster Zeit Projekte präsentieren werden.
Die Konsultativabstimmung zur Fusion Grossfreiburgs findet im September statt.




