Wenn die Saison fertig ist, beginnt unsere Arbeit erst
Mit dem Aufstieg in die höchste Spielklasse haben die Gottéron Ladies das Saisonziel erreicht. Doch wie geht es nun weiter?

Mit dem Aufstieg in die SWHL A haben die HC Freiburg-Gottéron Ladies das Saisonziel erreicht. „Auch wenn sich im Januar einmal Skepsis breit macht, ob überhaupt alle den Aufstieg auch tatsächlich wollen, so hat am Schluss die komplette Mannschaft gemeinsam für das Ziel Aufstieg gearbeitet und dieses auch erreicht“, sagt Emanuel Jungo, Präsident von den Freiburg-Gottéron Ladies. Doch wie geht es jetzt weiter? Wollen die Freiburgerinnen nicht auf gleich schnellem Weg wieder aus der höchsten Spielklasse verschwinden, wie sie hoch gekommen sind, muss das Team verstärkt werden. Dies sieht auch Emanuel Jungo so. „Das Ziel ist, dass wir eine hungrige Truppe beisammen haben, von jungen Spielerinnen und vielleicht auch Spielerinnen die noch nicht die Chance hatten im A zu spielen. Aber es natürlich eine Utopie zu glauben, starke Ausländerinnen würden auf unseren Anruf aus Freiburg warten“, so Jungo. Verhandlungsgeschick und gute Rahmenbedingungen sind also gefordert. Doch wie geht es mit den Spielerinnen weiter, die selber nicht ganz sicher waren, ob sie im Oberhaus eine sportliche Zukunft haben? „Im Moment geniessen wir noch den Erfolg, das haben wir so abgemacht. In einer Woche beginnen dann die Gespräche.
Vor allem Nordländerinnen stehen auf dem Einkaufszettel
Die Söldnerinnen werden die klare Aufgabe haben, den Karren zu reissen, so Jungo. Richten sollen es laut dem Präsidenten Frauen aus Skandinavien, aber beispielsweies auch Tschchinnen könnten schon bald in Freiburg auflaufen. Emanuel Jungo fordert von Freiburg-Gottéron nun Taten. „Es ist schön, dass der Club seine Unterstützung zugesichert hat, doch nun braucht es mehr weder nur Lippenbekenntnisse.“ Er erwarte daher eine klare Umsetzungsstrategie, in Bezug auf das Budget, die Infrastruktur und organisatorische Fragen. Emanuel Jungo ist vorsichtig optimistisch. Er werde denn Club unterstützen bei der Umsetzung, jedoch müsse Gottéron auch seinen Teil leisten. Fest steht: Langweilig wird es Emanuel Jungo in diesem Sommer nicht.
Dann haben wir die meiste Püetz
“Bestimmt nicht. Die Leute haben viel das Gefühl, wenn die Saison fertig ist haben wir Pause, aber dann beginnt eigentlich die Arbeit von uns erst richtig. In der Zwischensaison haben wir die meiste Püetz zu erledigen.“ Es gehe darum alles aufzugleisen, während der Saison müsse dann von dieser Arbeit profitiert werden, erklärt Jungo. Aber, es sei eigentlich eine schöne Challenge, die er gerne annehme um eine schlagfertige Truppe zusammenzustellen. Das Verrückte: Emanuel Jungo leistet die ganze Arbeit auf freiwilliger Basis, nebst seinem Beruf. „Macht man nicht das, macht man etwas Dümmeres,“ lacht Jungo. „Es ist natürlich auch viel Herzblut dabei. Seit 2000 liegt mir das Fraueneishockey in Freiburg sehr am Herzen, darum wäre es jetzt besonders schade, wenn es nicht weitergehen würde. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass es weitergeht und dass es gut weitergeht.“




