News für unsere Region.

Den Bläsern gefällt es nicht

Die Lockerungen des Bundesrats machen es den Musikgesellschaften schwer.

Nicht alle sind glücklich mit den Lockerungen des Bundesrats. (Symbolbild) © Pixabay

Der Bundesrat hat am Mittwoch nebst den Öffnungen im Sport- oder im Gastrobereich auch Lockerungen im Musikbereich bekanntgegeben. Ab Montag dürfen sich 15 Blasmusikerinnen und Blasmusiker treffen, um zu musizieren. Die Platzverhältnisse sind jedoch strenger geworden.

Benedikt Hayoz, Dirigent der Musik Tafers und der Landwehr Freiburg, kann das nicht nachvollziehen: "Es ist schön, dass der Bundesrat an uns gedacht hat, andererseits bin ich konsterniert, dass jeder Musiker eine Gesamtfläche von 25 Quadratmetern benötigt. Das macht es praktisch für alle unmöglich, diesen Beschluss realistisch umzusetzen."

Zuletzt durften Musikvereine zu fünft musizieren. "Dort ging es vor allem darum, die eineinhalb Meter Abstand einzuhalten." Und Hayoz findet, der Bundesrat hätte besser die Regeln nicht verändert als nun solch unmögliche Formulierungen zu definieren.

Probe im Freien

Auch bei der Musikgesellschaft Schmitten seien die Platzverhältnisse logistisch gesehen nicht umsetzbar. "Dazu würden wir eine Turnhalle benötigen, diese haben wir aber nicht zur Vefügung", erklärt Präsidentin Johanna Portmann. In der Aula in Schmitten werden sie wohl mehr als fünf Personen sein können, 15 werden es aber nicht sein.

Eine Lösung wäre, die Proben nach draussen zu verlegen. "Sobald wir können, gehen wir nach draussen. Das Problem ist zurzeit die Temperatur. Bei zehn Grad funktionieren gewisse Blasinstrumente nicht mehr richtig. Zudem macht es bei solchen Wetterverhältnissen keine Freude", sagt Benedikt Hayoz. Ein Lichtblick für viele Musikgesellschaften ist, dass sie ab dem Sommer kleinere Konzerte planen können. "Wenn man aber nicht richtig Proben kann, ist das nicht realistisch", erklärt der Dirigent der MG Tafers.

RadioFr. - Philipp Bürgy / Fabian Aebischer / rb
...