"Wir haben seit 1998 den gleichen Fehler gemacht"
Die TPF hat vom Bund über Jahre hinweg zu viele Subventionen bezogen. Jetzt spricht der TPF-Chef Serge Collaud über den Vorfall.

Über sechs Millionen Franken an Subventionen haben die Freiburgischen Verkehrsbetriebe vom Bund zu viel erhalten. Und dies seit Jahren. Trotzdem scheint vorerst noch kein Hinweis auf Betrug vorzuliegen. Serge Collaud, der Direktor der TPF, spricht von einem Irrtum: "Wir haben seit über 20 Jahren denselben Betrag gebucht. Es ist ein Irrtum, der passieren kann, in der Zukunft aber nicht mehr geschehen soll."
Die Köpfe rollen schon
Nach dem aktuellen Wissensstand scheint es sich bei der Affäre lediglich um einen simplen, wenn auch hochpeinlichen, Buchungsfehler zu handeln. Trotzdem wird der Vorfall nicht ohne Folgen bleiben. Beispielsweise geht der Finanzverantwortliche der TPF Ende Monat in Frühpension. Es handelt sich dabei auch nicht um den ersten Skandal im Zusammenhang mit öffentlichem Verkehr und Bundessubventionen. 2018 geriet die Marke Postauto ins Visier der Ermittler, da sie knapp 80 Millionen Franken an Subventionen missbräuchlich erhalten hat.
Die Postauto-Affäre erwies sich damals als Karrieren-Grab für zahlreiche Funktionäre. Ob der aktuelle TPF-Skandal ähnliche Auswirkungen haben wird, ist noch ungewiss. Serge Collaud will aber keine Parallelen zu ähnlichen Fällen ziehen: "Wir sind nicht Postauto. Wir suchen das Vertrauen der Bevölkerung und werden so transparent wie möglich sein." Die TPF haben bereits versichert, dass sie die zu viel erhaltenen Subventionen so schnell wie möglich zurückzahlen wollen.




